Das Panel beschäftigt sich mit der Frage, wie präzise personalisierte Medizin wirklich sein kann, wenn Diversität nicht konsequent mitgedacht wird. Präzisionsmedizin basiert auf Daten – doch viele Bevölkerungsgruppen sind in Forschung, Studien und Versorgung nach wie vor unterrepräsentiert. Biologische Unterschiede, Vorerkrankungen, soziale und kulturelle Lebensrealitäten beeinflussen Krankheitsverläufe und Therapiewirkung maßgeblich, werden jedoch oft unzureichend berücksichtigt. Gemeinsam diskutieren wir, warum Diversität keine ethische Randfrage, sondern eine Voraussetzung für wissenschaftliche Qualität ist, wo strukturelle Ausschlüsse entstehen und wie Medizin gestaltet werden muss, um ihrem Anspruch gerecht zu werden, individuell, wirksam und gerecht zu sein.